Das Ende von BIRDERSMS

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Aus verschiedenen Gründen wird die zuletzt immer weniger nachgefragte BIRDERSMS-Verteilung mit 30.08.2018 sistiert. Damit wird sowohl der zuletzt auf einem von EDV Trimmel entwickelten System laufende SMS- als auch Email-Dienst eingestellt (die davon unabhängige Schnittstelle von Martin Riesing bleibt erhalten). In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu technischen Problemen beim SMS-Versand, die teilweise längere Zeitspannen bis zum tatsächlichen Absetzen der Meldungen auslösten. Zuletzt konnte Martin Riesing als Begründer von BIRDERSMS beobachten, dass sogar bei Normalbetrieb eingelangte SMS zur Verteilung erst nach exakt 10 min am Handy waren. Organisatorisch (SMS Guthaben auffüllen lassen, Rechnungen schreiben) war der Aufwand für das durchwegs ehrenamtlich agierende Team (Martin Riesing seit 2002, Ernst Albegger seit 2003, Richard Katzinger seit 2018) recht hoch. All jenen, die die SMS-Kosten brav gezahlt haben, sei an dieser Stelle gedankt. Jene mit Ausstand bekommen die wahrscheinlich lang erwartete Endabrechnung auch aus Fairness gegenüber den zuletzt genannten von Martin Riesing übermittelt. Das BIRDERSMS-Team bedankt sich bei Wolfgang Trimmel für die Möglichkeit, dass dieses System über mehrere Jahre genutzt werden durfte. Zugleich ist zu bedauern, dass es nunmehr durch das eigenmächtige Handeln bzw. persönlichem Gutdünken des System-Entwicklers und dem Stellen von Bedingungen, die für das BIRDERSMS-Team nicht erfüllbar waren, dazu kommt, dass BIRDERSMS nach 17 erfolgreichen Jahren beendet wird, zumal gerade der System-Entwickler einer der großen Profiteure des Systems war (was ihm lange Zeit auch bewusst war). BIRDERSMS war 2002 ein wesentlicher Meilenstein zur schnelleren Information über Seltenheiten im Feld und wurde in einer Zeit eingeführt, als es in Österreich weder Internetplattformen wie club300.at (ab 2003) oder ornitho.at (ab 2013) als rasche Informationsquellen zum Auftreten seltener Vogelarten gab, noch der Austausch im Feld unter Ornithologen auch nur annähernd im heutigen Sinn Usus war. Durch große Bemühungen von Martin Riesing und Ernst Albegger, die hier über viele Jahre durchwegs ehrenamtlich und teils sogar auf eigene Kosten zur Verbesserung dieser Situation beigetragen haben, konnten viele Entdeckungen zeitnah gemeldet und einer im Lauf der Jahre immer größer werdenden Zahl von Personen übermittelt werden.
Glücklicherweise besteht mittlerweile auch eine vom Gutdünken von Einzelpersonen unabhängige Möglichkeit zum schnellen Informationsaustausch über WhatsApp. Die hier bereits seit April 2014 bestehende Gruppe wird somit künftig mit den gleichen Administratoren Martin Riesing, Ernst Albegger & Richard Katzinger als rasche Meldeplattform in den zentralen Fokus gerückt. Der Nachteil von WhatsApp gegenüber SMS ist die Notwendigkeit einer Installation der App am Mobiltelefon sowie eine Internetverbindung - dies wird aber durch diverse Vorteile ausgeglichen. So wird bei WhatsApp etwa die Ergänzung z.B. durch Orte und Hinweise leichter gemacht oder es können auch Bilder mitgesendet werden. Das An- und Abmelden ist ohne spezielle Konfiguration möglich und es ist kostenlos. Ein weiterer erheblicher Vorteil ist, dass jeder Gruppenteilnehmer seine Meldungen selbst versenden kann und damit die - in der Regel vereinzelt, von manchem aber hartnäckig und durchwegs unangebracht geäußerte - Kritik, es würde durch die Verteiler zu Verzögerungen beim Versand kommen, nun jeder Grundlage entbehren wird. Generell sei jenen Nörglern und von Neid und Missgunst getriebenen destruktiven Elementen der Birderszene in Erinnerung gerufen, dass auch die Webseiten bird.at und club300.at ehrenamtlich und zum Teil mit hohem Zeitaufwand betrieben werden - und im Gegensatz zu diversen anderen Ländern kostenlos zur Verfügung stehen. Es wäre schade, wenn nach BIRDERSMS weitere verbindende Bausteine der Birderszene zerstört/abgedreht würden. In diesem Sinne wünscht das BIRDER-WhatsApp-Admin-Team allen Vogelbegeisterten schöne Beobachtungen und Good Birding!