Neues zur Bestimmung Haussperling - Italiensperling
Außerhalb der bekannten, stabilen Hybrid- bzw. Kontaktzonen in den Alpen (wie sie in Österreich vor allem im Süden von Tirol und Kärnten vorkommen - vgl. Cerjak, Lentner & Lehne / Italiensperling - Österreichischer Brutvogelatlas 2013 - 2018) gilt für Vogelbeobachter ab jetzt eine verschärfte Vorsicht:
Phänotyp trügt: Ein vermeintlicher „Italiensperling“ im Norden oder Osten Mitteleuropas ist rein optisch nicht sicher zu bestimmen. Es handelt sich dabei – wie die Berliner DNA-Analyse eindrucksvoll bewiesen hat – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine seltene Laune der Natur (eine optische Variante) des ganz normalen Haussperlings.
Bestimmungsgrenzen: Eine verlässliche feldornithologische Bestimmung rein nach dem äußeren Erscheinungsbild (Phänotyp) ist daher tatsächlich nur in den echten Überschneidungsgebieten sinnvoll. Taucht ein solcher Vogel weit abseits davon auf, liefert erst ein genetischer Nachweis die finale Gewissheit.
https://www.dda-web.de/aktuelles/meldungen/italiensperlinge-in-berlin-ergebnisse-einer-dna-analyse